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Fotos: Deutsche Hockey-Agentur / DHB

NEWS

CHTC-Talk mit den vereinseigenen Olympiahelden

Medaillengewinner

„Wir sind CHTC“ – unter diesem Titel fand am 15. November schon die dritte Auflage der Talkrunde im Trainingszentrum des Crefelder HTC statt. Die beiden Moderatoren Dr. Frank Oehmke und Dirk Wellen begrüßten an diesem Abend die Olympioniken des Clubs, die in den letzten 25 Jahren sehr erfolgreich als Teil der Hockeynationalmannschaft der Herren an Olympischen Spielen teilgenommen haben. Gleichzeitig haben sie die Herausforderung gemeistert, Leistungssport und Studium bzw. Berufs-Ausbildung und Beruf in Einklang zu bringen.

Folgende Talkrunden-Gäste konnten im Hockeyhaus begrüßt werde:

Dr. Klaus Michler, Goldmedaillengewinner Olympische Spiele 1992 in Barcelona,
4. Platz bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta

Christian Schulte, Bronzemedaillengewinner Olympische Spiele 2004 in Athen, Goldmedaillengewinner Olympische Spiele 2008 in Peking

Oskar Deecke, Goldmedaillengewinner Olympische Spiele 2012 in London, Bronzemedaillengewinner Olympische Spiele 2016 in Rio

Linus Butt, Goldmedaillengewinner Olympische Spiele 2012 in London, Bronzemedaillengewinner Olympische Spiele 2016 in Rio de Janeiro

Niklas Wellen, Bronzemedaillengewinner Olympische Spiele 2016 in Rio de Janeiro

Der Doppel-Olympiasieger Matthias Witthaus (2008 in Peking und 2012 in London) und die Goldmedaillengewinnerin von Athen 2004, Carolin Casaretto, waren leider verhindert.

Den Anfang machte Torhüter Christian Schulte. Er erzählte, wie glücklich er im Nachhinein ist, dass er zwar spät aber doch noch rechtzeitig vom Fußball und Tennis zum Hockey gewechselt ist. „Es war ein ordentlicher Kraftakt, neben dem Hockey eine Schreinerlehre und ein BWL-Studium zu absolvieren und zusätzlich noch im Hotel der Mutter mitzuarbeiten“, berichtete er. Das alles hätte von ihm eine Menge Disziplin und Durchhaltevermögen eingefordert, wäre aber andererseits prägend für seine berufliche Karriere als Unternehmensberater gewesen. Auf den olympischen Geist angesprochen konnte sich Schulte als Zeichen der Völkerverständigung während der olympischen Spiele schmunzelnd noch gut an gezielte Wasserbombenattacken auf dänische Athletinnen erinnern.

Linus Butt und Oskar Deecke haben nach den Olympischen Spielen in Rio 2016 ihre internationale Hockey-Karriere beendet. Sie waren sich einig, dass sie durch Hockey zwar nicht reich geworden seien, sich aber ein komfortables Studienleben hierdurch ermöglicht hätten. Der Einstieg in das Berufsleben hat bei beiden trotz der Doppelbelastung durch das inzwischen professionell betriebene Hockey geklappt. Linus Butt forscht nach seinem Prädikatsexamen im Fach Medizin an der Universität Köln, Oskar Deecke ist nach seinem Sportmarketing-Studium bei Thyssen-Krupp eingestiegen. „Die Erlebnisse und Erfahrungen rund um den Leistungssport haben uns hierbei fundamental geholfen“, sagten sie während der Talkrunde „Wir sind CHTC“. Dass Linus Butt den entscheidenden Penalty zur Bronzemedaille verwandelte ohne hierzu nach eigenen Angaben annähernd die Begabung zu haben, sorgte im Publikum für großes Vergnügen und viel Applaus.        

Dr. Klaus Michler Olympiasieger (1992) und Niklas Wellen lieferten sich dann ein packendes Generationenduell. Sie verglichen die „Hockey“-Zeiten der späten 80er und 90er Jahre mit den professionellen Strukturen, die inzwischen auch im Hockeysport Einzug gehalten haben. Extrem emotional belastend war für Niklas zum Beispiel die Nominierungsprozedur vor den olympischen Spielen. Für einige Spieler war es erst vierzehn Tage vor der Eröffnungsfeier in Rio endgültig klar, ob sie nun mit nach Brasilien fahren dürfen oder zu Hausen bleiben müssen. Umso größer war dann die Freude, es geschafft zu haben. Auch der Trainingsaufwand ist heute um ein Vielfältiges höher als vor rund 25 Jahren. Niklas erzählte, dass er in dem halben Jahr vor Rio nicht nur dreimal die Woche abends im Verein trainiert habe, sondern auch noch dreimal pro Woche Athletik- und Sprinttrainingseinheiten absolviert hat - ganz abgesehen von zusätzlichen Yoga-Übungen. Und dann seien da ja noch die zahlreichen Nationalmannschaftslehrgänge und Länderspiele - neben den „normalen“ Bundesligabegegnungen des CHTC - gewesen. Auch Michler war 80-100 Tage pro Jahr mit dem Nationalteam unterwegs. Das Pensum im Verein sowie die umfassende athletische Ausbildung und das Schnelligkeitstraining habe jedoch an Umfang zugenommen und erfordere immer mehr Einsatz von den heutigen Spielern. Klaus Michler kommentierte grinsend die Schnelligkeit der heutigen Spieler. „Ich habe das Gefühl, dass die heutige 30-Meter-Strecke ganz offensichtlich kürzer ist, als die zu meiner aktiven Zeit. Da werde ich garantiert mal nachmessen“. Das habe, so meinte er weiter, aber auch mit dem innovativen Schuh-Material zu.

Es war für die zahlreich anwesenden CHTC-Mitglieder und für die Freunde des Crefelder HTC ein unterhaltsamer und informativer Abend. Am Ende konnten die Gäste die Olympiamedaillen aus Barcelona, Athen, Peking, London und Rio in die Hand nehmen und sich per Selfie mit den „CHTC-Helden“ fotografieren.

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