• Hockey
  • News
  • CHTC-Damen starten mit einem Sieg in die Rückrunde

News

CHTC-Jubiläums-Meisterschafts-Fete war ein Riesen-Spaß!

Dass Hockeyspieler feiern können, ist nicht erst seit dem Gewinn der Goldmedaille in London allgemein bekannt. „Sie fühlen sich halt wie in einer großen Familie und da werden bekanntlich die Feste gefeiert wie sie fallen“, berichtete Robert Haake am Morgen nach der heißen Party anlässlich des zehnten Jahrestags seit dem Gewinn der Deutschen Hockey-Meisterschaft in Mönchengladbach im Jahre 2006. Damals gewann der Crefelder HTC mit 7:1-Toren gegen die Stuttgarter Kickers.

Bild: Gruppenbild (CHTC-Meisterteam 2006 mit Trainer und Betreuer) mit Damen (Dr. Claudel Ruland und Heike Wellen)

Drei Tore zu diesem größten nationalen Erfolg des Clubs steuerte Tim Witthaus bei. Die trotz der katastrophalen Witterungsbedingungen zahlreich zur Gerd-Wellen-Hockeyanlage gekommenen Zuschauer staunten nicht schlecht, als er auf die Frage von Moderator Rolf Frangen nach dem schönsten seiner im Finale erzielten Tore, alle Treffer - von der Entstehungsgeschichte bis zum Einschlag im Stuttgarter Tor – detailliert beschreiben konnte.

Überhaupt waren die Meister des Krefelder Sommermärchens sehr auskunftsfreudig. Ob Alan Butt, Jochen Michely oder der damalige Weltklasse-Torhüter Christian Schulte, sie alle beschrieben noch einmal diese Gänsehaut-Stimmung und ihre persönlichen Emotionen nach dem Gewinn der Meisterschaft. Letzterer bedauerte wegen einer Schleimbeutelentzündung nicht das Tor hüten zu können. Für ihn stand CHTC-Torwart-Urgestein Martin Kalda im Kasten. Der war in Personalunion auch als „Cable-Guy“ unterwegs. „Zuerst war dieses Mikro etwas gewöhnungsbedürftig und ich habe mich gar nicht getraut meinen Vorderleuten den Marsch zu blasen“, berichtete Martin Kalda in der Halbzeitpause. „Doch später habe ich das Mikrofon einfach ignoriert und meine Abwehr lautstark dirigiert“.

Die Partie der Meister gegen das aktuelle Bundesliga-Team des CHTC endete mit einem 9:6-Erfolg der Champions von 2016. Fast die komplette Begegnung ngs lang mussten die Meisterspieler immer wieder einen Rückstand aufholen. Fünf Minuten vor dem Ende der Begegnung war es dann der damalige Co-Trainer und heutige Bundesliga-Coach Matz Mahn, der nach einer Ecke den Ball präzise und hart volley zum 6:6-Ausgleich ins Tor hämmerte. Auf der Spielerbank gratulierten ihm die beiden „Fieldreporter“ Tommy Kalda und Rolf Frangen zu dieser außergewöhnlichen Schusstechnik - seine Antwort überraschte dann doch: „Ich überlege, ob ich in der kommenden Saison nicht auch eine Spielerlizenz für mich beantragen werde. Dann kann ich mich in solchen Situationen schnell selbst einwechseln“. Auf jeden Fall war dieses Tor das Signal zu einem fulminanten Finale der Meister von 2016 – bis zum 9:6-Endstand. „Ich habe auch nichts anderes erwartet“, kommentierte Dr. Dietmar Alf, der damalige Trainer der Mannschaft, mit einem Augenzwinkern. „Man sieht doch nach 10 Jahren noch, wie taktisch diszipliniert die Jungs zu Werke gehen und wieviel Power noch in ihnen steckt“.

Der Titel 2006 läutete eine goldene Ära für den Crefelder HTC ein. Sie gewannen alles, was es auf Vereinsebene zu gewinnen gibt. Nach dem Deutschen Meistertitel war es ein Jahr später im niederländischen Bloemendaal der Europapokal der Landesmeister im Feld. Anschließend gewannen sie den Deutschen Meistertitel in der Halle und setzten mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister im Hallenhockey im schottischen Perth sich selbst die Krone auf. „Nach diesem großen Erfolg überlegen wir im kommenden Jahr etwas noch größeres zu veranstalten“, verrät Robert Haake, „in Erinnerung an den Gewinn des Europa-Cups in Bloemendaal.

Abends wurde dann noch einmal an die Meisterschaft erinnert. Das damalige Team, die Trainer und Betreuer wurden „showmäßig“ auf einem zur Bühne umfunktionierten „rondo-food“-Truck präsentiert. Das Hockey Go On selbst startete bereits um 14:00 h mit einem Spendenlauf zu Gunsten der Aktion "Hockey Village India". "Mit dem Geld unterstützt der CHTC das Projekt von Andrea Thumshirn, die in diesem Jahr zwei indischen Hockeyspielern einen zweimonatigen Aufenthalt beim CHTC ermöglicht hat. Das Geld wird für eine vernünftige Schulausbildung der indischen Kinder im Hockey Village India dringend benötigt. Die Startgebühr und der Erlös aus dem Kuchenverkauf geht an dieses Projekt. Insgesamt können wir die stolze Summe von € 1.000 überweisen. Dafür herzlichen Dank an alle großen und kleinen Läufer, die sich auch durch das „bescheidende“ Wetter nicht abhalten ließen", sagte Perdita Michler vom Crefelder HTC.

Weitere Programmpunkte waren ein toller Hockeyparcours für Groß und Klein und selbstverständlich gab es auch wieder Kleinfeld-Hockeyspiele der Kinder gegen ihre Eltern. Fast ins Wasser gefallen wäre beinahe die Begegnung zwischen dem männlichen Jugend-B-Meister von 1986 gegen das CHTC-Aufstiegsteam 1987. "Wir spielen trotz des Regens, schließlich sind Hockeyspieler nicht aus Zucker", stellte der Olympiasieger von 1992, Klaus Michler, fest. "Die Meisterschaft vor 30 Jahren war ein hartes Stück Arbeit", sagte er weiter. "Der Crefelder HTC war gegen den Serienmeister Köln der krasse Außenseiter. Aber Trainer Bernhard Peters war schon damals ein Motivationskünstler und seine Jungs kämpften bis zum Umfallen."

Nach einem tollen Hockeytag mit anschließender rauschender Partynacht verließen die letzten Gäste dieses besondere HOCKEY GO ON am Sonntagmorgen um 3.00 Uhr die CHTC-Hockeyanlage am Stadtwald.

Drucken E-Mail

Crefelder Hockey und Tennis Club e.V.
Hüttenallee 106
47800 Krefeld

Tel. 02151-593744
Fax 02151-593874
E-Mail: info@chtc.de

Tennisanlage
Hüttenallee 106
47800 Krefeld

Gerd-Wellen-Hockeyanlage
Hüttenallee 256
47800 Krefeld