Samstag startet die Feldhockey-Saison in ihre neue Spielzeit

Die meisten Hockey-Fans in Deutschland fiebern dem kommenden Wochenende entgegen. Denn endlich gehört dann die Pause Vergangenheit an und es beginnt eine neue Spielzeit in den 1. und 2. Ligen der Republik. Dabei hat es eigentlich seit den Final Four in Krefeld am 18./19 Mai keine richtige Unterbrechung gegeben. Zumindest nicht für die Nationalspieler/innen.
Nach der Pro-League der besten Auswahlmannschaften der Welt stand die EM in Belgien im Terminkalender. Es gab also kaum ein Durchatmen für die Nationalspieler. Und das wird im kommenden Jahr nicht anders sein. Im Gegenteil, denn 2020 kommen noch die Olympischen Spiele in Tokio dazu und dafür müssen sich die Teams des DHB noch qualifizieren. „Der Terminstress ist ein Grund, warum der Austragungsmodus der 1. Bundesliga geändert wurde“, erklärt Dirk Wellen, 1. Vorsitzender des CHTC. „Bisher waren es 22 Begegnungen für jede Mannschaft, bevor die Teilnehmer an den Final Four feststanden – in der kommenden Saison werden es 16 Vorrunden-Spiele plus zwei Viertelfinals im Playoff-Modus Best-of-two sein. Zum anderen ist der neue Modus durch die Entscheidungsspiele im Frühjahr wesentlich attraktiver und spannender“.

Um das zu erreichen, werden aufgrund der Ergebnisse der letzten Saison die Teams in zwei Gruppen (Pools) aufgeteilt. „Alle Mannschaften spielen dann zwei Mal gegen jedes Team ihres Pools und einmal gegen die Teams des anderen Pools“, erklärt Dirk Wellen. „Im Frühjahr des kommenden Jahres werden dann die Viertelfinals wie folgt ausgetragen: A1 gegen B4, A2 gegen B3 usw. Die Sieger der einzelnen Playoff-Partien ziehen dann in die Endrunden der letzten vier ein“. Die beiden Absteiger werden in zwei sogenannten Playdowns ermittelt – ebenfalls im Modus Best-of-two (A5 gegen B6 und B5 gegen A6). Der Crefelder HTC spielt in Pool A – zusammen mit Meister Mülheim und den vier Hamburger Vertretern UHC, Harvestehude, dem Club an der Alster und Aufsteiger Großflottbek.

„Aus dem neuen Modus ergibt sich eine extrem kurze Runde. Wir haben zu Saisonbeginn zehn Spiele bis zum 20. Oktober. Dann ist Pause bis März. Es gibt dann weitere sechs Spieltage und dann die Playoffs“, sagt Bundesliga-Trainer Robin-Rösch, der ganz klar die Meisterrunde als Ziel ausgibt. „Das Vorjahr war nach den vielen Abgängen eine Übergangssaison. Jetzt sind wir gefestigt und wollen uns nach oben orientieren. Die jungen Spieler wie Torwart Luis Beckmann und der frischgebackene Junioren-Europameister Linus Michler haben sich gut entwickelt. Mit dem Leader Niklas Wellen sehen wir uns gut aufgestellt und gehen optimistisch in die neue Spielzeit.“, sagt der Coach weiter.

Seinen Optimismus bezieht Trainer Robin Rösch aus dem guten Charakter und der positiven Mentalität seiner Mannschaft. „Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt und da habe ich gemerkt, dass die Jungs den Willen haben in der kommenden Saison etwas zu bewegen“. Ein weiterer Grund positiv in die Zukunft zu schauen ist die wachsende Konkurrenz im Team, meint der CHTC-Coach. „Da wir in den letzten Tagen noch zwei weitere Zugänge zu verbuchen hatten, sind es nun sieben Spieler, die sich für fünf Plätze in der Startaufstellung empfehlen können“. Zu den Neuzugängen Lucas Bachmann (SW Köln), Henrik Mertgens (Düsseldorfer SD), Matthew Nelson, Callum Robson (beide aus Irland) und Paul Singh (USA) kommen noch acht Nachwuchs-Spieler, die den Sprung in den Bundesliga-Kader geschafft haben. „Gerade diese Jungs haben so viel Ehrgeiz und Fleiß in der Vorbereitung gezeigt, dass ich dem ein oder anderen zutraue, den Etablierten im Kader ein wenig Dampf zu machen“.

Die Mannschaft von Robin Rösch startet am Wochenende mit zwei Auswärtspartien in die Saison 2019/2020. Am Samstag steht die Partie beim Berliner HC auf dem Programm und am Sonntag spielt man gegen den Hamburger Polo Club. Die Damen dagegen starten in der 2. Bundesliga mit den Heimpartien gegen Klipper Hamburg (Sa., 7. Sept., 14 Uhr) und gegen Heimfeld (So. 8. Sept., 14 Uhr).

Der neue Damen-Trainer Andre Schiefer hat zusammen mit seinem Team als Zielsetzung mindestens den vierten Platz vorgegeben. „Wir wissen, das ist sehr ambitioniert. Aber durch die gute und erfolgreiche Vorbereitung sind wir überzeugt, dass wir dazu in der Lage sind“. Die beiden Auftaktgegner vom kommenden Wochenende hält Andre Schiefer für schlagbar. Nicht zuletzt weil seine Mannschaft als Team funktioniert. „Den Grundstein dafür haben wir in der Vorbereitung in Waimes/Belgien gelegt“, erklärt Andre Schiefer. „Dort haben wir uns fast ausschließlich um das sogenannte Teambuilding gekümmert. Das kenne ich von meinem Vater, der mein erster Trainer war. Seine Philosophie war, dass in einer Mannschaft einer für den anderen da sein muss, damit mal als Kollektiv erfolgreich sein kann“.

Immerhin muss das CHTC-Damenteam sieben neue Spielerinnen integrieren, darunter drei Nachwuchs-Talente aus den eigenen Reihen. Aus den verschiedensten Gründen werden Catalina Cifuentes, Caroline Keil, Kim Kövel, Sina Lampe, Lotte Westphal und Torjägerin Verena Würz der Mannschaft nicht mehr zu Verfügung stehen.

Masters-EM in Krefeld: Herrenteam M55 holt den Titel / M50 wir Vize-Europameister

Beide Endspiele hätten nicht spannender verlaufen können. Denn sowohl bei den M50 wie auch den M55 stand es nach 60 Minuten 2:2 Unentschieden. Also musste jeweils ein Shootout um den Titel die Entscheidung bringen.

Im ersten Finale führte die M50 lange mit 1:0, ehe die Niederländer das Spiel drehen konnten. In der 56. Minute folgte aber der späte Ausgleich für Deutschland durch den neuen Coach der CHTC-Zweitliga-Damen Andre Schiefer. Unglücklich für die
Mannschaft verlief das Shootout. Das man mit 2:3 denkbar knapp verlor.

Im zweiten Finale konnte die M55 die frühe Führung der Engländer aus der 5. Minute durch Daniel Kossmann in der 42. Minute ausgleichen. 5 Minuten vor Schluss dann die erneute Führung der Engländer. In der 59. Minute war es dann der Krefelder Dirk
Wellen, dem der viel umjubelte 2:2-Ausgleichstreffer gelang und der dadurch das zweite Shootout des Tages mit deutscher Beteiligung ermöglichte. Dort hieß es am Ende 4:2 für Deutschland.

Genau um 18:36 Uhr konnte Deutschland einen neuen Masters EM-Champion präsentieren. Herzlichen Glückwunsch an den 1. Vorsitzenden des Crefelder HTC und an seine Mannschaftskollegen des deutschen M55-Teams.

Herzlich willkommen Andre Schiefer - neuer Coach der CHTC-Damen in der zweiten Liga

Die 1. Damenmannschaft des Crefelder HTC muss sich an einen neuen Trainer gewöhnen. Denn Sebastian Folkers, der mit diesem Team zweimal einen Aufstieg feiern konnte (Halle 1. Liga / Feld 2. Liga), zieht es in die Landeshauptstadt zum Düsseldorfer HC. Er reicht das Zepter weiter an den 51-jährigen André Schiefer. Der hat viel erlebt mit „seinem“ Hockeysport, nur ein Damenteam hat er noch nie verantwortlich gecoacht. „Ich bin schon deutlich über 20 Jahre in diesem Geschäft und ich fühle mich immer noch sehr wohl dabei, aber als Damentrainer ist das hier beim CHTC eine Premiere für mich. Allerdings war ich schon einmal Trainer einer Mädchenmannschaft und das hat mir eine Menge Spaß gemacht. Ich lasse das erstmal auf mich zukommen und freue mich total auf die neue Aufgabe“.

In der letzten Saison war Andre Schiefer noch Coach des Männer-Regionalligateams beim Club Raffelberg. Jetzt folgt also die Damen-Zweitligamannschaft in Krefeld. Wer den akribischen Arbeiter Andre Schiefer kennt, weiß, dass er sich mit vielen Gesprächen auf seine neue Aufgabe vorbereitet hat. „Mir ist schon bewusst, dass Frauen teilweise etwas empfindlicher sind was Ansprachen angeht und da muss ich, glaube ich, meinen Weg noch finden. Ich glaube nicht, dass es ein Patentrezept gibt. Das muss man mit der Zeit rausfinden, ich bin auch ein bisschen aufgeregt über das, was da auf mich zukommt“, erzählt Andre Schiefer. Sein beruflicher Background kommt ihm bei seiner Tätigkeit als Trainer zu Gute. Denn seit mehr als 20 Jahren ist er als Lehrer fast ausschließlich in der Oberstufe tätig, das heißt die richtige Ansprache älterer Jugendlicher gehört zu seinem täglichen Geschäft. Seine Frau übrigens bescheinigt ihm, im Umgang mit Frauen viel Geduld an den Tag zu legen. „Genau da habe ich schon mal ein dickes Plus“, ist sich Andre Schiefer sicher.

Die 2. Damenmannschaft des Crefelder HTC steht vor ihrer zweiten Saison als Zweitligist. Die erste Spielzeit ist mit einem tollen vierten Tabellenplatz zu Ende gegangen. Wie schaut es aus? Welches Saisonziel hat man sich auf die Fahne geschrieben? Ist es der Klassenerhalt, zumal ja immer gesagt wird, das zweite Jahr in einer neuen Liga wäre das schwerste, um den Abstieg zu vermeiden. „Ich habe mit dem Vorstand noch nicht konkret über Ziele gesprochen, da werden wir erst noch Gespräche führen müssen“, so Andre Schiefer. „Ich mache es eigentlich immer so, dass ich mit den Mannschaften zusammen das Ziel erarbeite. Die Mädels haben, denke ich, ein Gespür dafür, was drin ist. Ich glaube, wir werden gemeinsam ein Ziel finden. Es wäre schon vermessen, jetzt zu sagen, dass wir unbedingt aufsteigen wollen. Zumal wir mehr Ab- als Zugänge haben. Wir gehen an die Sache ran, indem wir es so gut machen wollen, wie wir können und wenn dabei ein oberer Platz rausspringt, ist es schön, und wenn es für ganz oben reichen sollte, nehmen wir das auch mit“.

Wer in der Hockey-Vita von Andre Schiefer recherchiert stellt fest, dass der Crefelder HTC kein Neuland für den „Gladbacher Jung“ ist. Kurz nach seiner Bundeswehrzeit heuerte er beim CHTC an. „Beim Bund habe ich damals Elmar Heyer und Daniel Ebers kennen gelernt. Wir haben uns so gut verstanden, dass ich zwangsläufig hier in Krefeld gelandet bin und dann ganz tolle Jahre hier verbracht habe. Den Verein buche ich bei mir ab als wirklich netten Club mit vielen netten Menschen und deswegen freue ich mich auch besonders auf die kommende Zeit“, lacht Andre Schiefer.

André Schiefer ist ein waschechter Niederrheiner und passt auch deshalb genau ins Anforderungsprofil eines Trainers für Krefeld. In Rheydt und Mönchengladbach hat
er gespielt, bei beiden Vereinen war er als Trainer tätig und er hat auch erfolgreiche Spuren bei Schwarz-Weiß Neuss hinterlassen. Dort ein paar Mal aufgestiegen, und
zwar aus der 5. Liga bis ganz nach oben. Das sind natürlich Dinge, die prägen. „Ich erinnere mich, als ich hier in der Bundesliga gespielt habe, bin ich über Umwege
angesprochen worden, ob ich nicht Neuss trainieren möchte. Ich habe mit denen in der Fünften Liga angefangen, Feld und Halle, und bin mit dem Team dann Step by
Step so oft aufgestiegen, dass ich irgendwann in der Zweiten Liga gesagt habe, das lässt sich nicht mehr vereinbaren, dass ich regelmäßig in der Ersten Liga spiele und
nebenbei noch eine Mannschaft trainiere, die in der Zweiten Liga spielt. Dann bin ich dort Spielertrainer geworden. Insgesamt war ich acht Jahre in Neuss und das war
auch eine wunderschöne Zeit. Aber jetzt bin ich hier und konzentriere mich auf den Job in Krefeld.

Begonnen hat Andre Schiefer seine Hockey-Karriere in Rheydt, bevor er als 17-jähriger zum Gladbacher HTC wechselte. Parallel dazu begann seine Zeit als Nationalspieler. „Im Nationaltrikot bin ich Junioren-Europa- und Weltmeister geworden. Im A-Kader habe ich eine Champions Trophy gespielt. Den Sprung in den
Olympia-Kader 1992 habe ich leider verpasst, erzählt Andre Schiefer. „Eigentlich schade, denn das ist das Größte, was man in seiner Karriere erreichen kann. Aber ich bin trotzdem zufrieden mit dem, was ich im Hockey erlebt habe und kann nicht sagen, dass ich unglücklich wäre“.

Bliebe noch zu klären, warum Andre Schiefer ausgerechnet Hockey zu seinem Sport gemacht hat. Schnell ist klar, dass seine Familie und besonders der Vater dabei eine
herausragende Rolle gespielt hat. Der hat in seiner Heimatstadt Bochum Tischtennis gespielt und hat es bis zum Stadtmeister gebracht. Dann zog Familie Schiefer nach
Mönchengladbach. „Meine Eltern haben dann um die Ecke hockeyspielende Kinder beobachtet und sagten sich: das ist mal 'ne tolle Sportart, mal was anderes als
Fußball. Und da haben sie meinen Bruder und mich recht schnell beim Rheydter Spielverein angemeldet“, blickt Andre Schiefer zurück in seine Kindheit. Weil beim
Rheydter SV akuter Trainermangel herrschte wurde Andres Vater schnell auch sein erster Trainer. „Er hatte logischerweise keine Ahnung vom Hockey, woher auch? Aber er hat diese Gruppe halt trainiert und für den nötigen Spaß und den Zusammenhalt gesorgt“, berichtet Andre Schiefer weiter. „Mein Vater ist vor kurzem verstorben, und wir haben nach der Beerdigung mit ganz vielen aus meiner alten Mannschaft bei einem Bierchen zusammengesessen und über die alten Zeiten gesprochen. Ich finde es unglaublich, dass so eine Mannschaft so lange den Kontakt hält. Und das interessante daran ist, man spricht heute immer über Taktik, Technik, es werden Videos gemacht, es gibt den Co-Trainer mit Headset... Sicher, diese Entwicklung finde ich gut. Aber das Entscheidende ist die Leidenschaft! Das hat mein Vater uns so beigebracht. Meine ganze Jugend über, bis zu meinem Wechsel zum GHTC, war er mein Trainer“.

Nicht nur Andre Schiefer hat eine Vergangenheit beim Crefelder HTC. Auch seine Frau erinnert sich gerne an ihre Krefelder Zeit. „Damals hieß sie noch Stefanie Krauß. Sie war ebenfalls Hockeynationalspielerin. Sie hat zwei Kinder aus der ersten Ehe und wir haben einen gemeinsamen Sohn. Der Kleinste spielt im Gladbacher HTC. Die Größte spielt in Mülheim und der mittlere Sohn spielt Fußball bei Borussia Mönchengladbach“, berichtet Andre Schiefer. Also, die Schiefers sind eine Sportlerfamilie durch und durch. „So kann man das sagen“, lächelt Andre Schiefer. „Aber das Wichtigste ist, dass es Ihnen Spaß macht. Wir pushen die Kinder nicht mit Nachdruck. Wichtig ist, dass es ihnen Spaß macht und dass es so gut funktioniert, ist umso schöner“ so Andre Schiefer weiter.

Und man kann hier beim CHTC ja noch eine Menge mit den Damen erreichen. Ein Fernziel ist doch wohl der Aufstieg in die Erste Liga. „Ja, ich denke schon. Mit dem
Hintergrund, den der Club hat, mit dem, was Dirk Wellen aufgebaut hat, gibt es schon die Chance, dass sich so was entwickeln kann. Da ist der Club auf einem guten Weg und ich möchte den Verein dabei unterstützen und begleiten. Ich hoffe, dass es von Anfang zwischen uns passt und hoffe auf viele Jahre gemeinsam mit den Damen und dem CHTC“ sagt Andre Schiefer zum Abschluss.

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