Der neue Hockey-Herrennationaltrainer heißt Kais al Saadi

Der 42-jährige Wahl-Hamburger Kais al Saadi wird das Deutsche Herren-Nationalteam zu den Olympischen Spielen nach Tokyo führen. Der Deutsche Hockey-Bund hat ihn zum neuen Bundestrainer der gerade bei Olympia erfolgreichen Hockey-Herren berufen. Der Hamburger, der seit seinem zweiten Lebensjahr in der Hansestadt lebt, übernimmt das Team von Interimstrainer Markus Weise und wird zunächst bis zu den olympischen Spielen in Tokyo die Mannschaft trainieren. Das gab der DHB nach der erfolgreichen Oympia-Qualifikation in Mönchengladbach gegen Österreich bekannt.

Der langjährige Trainer des UHC Hamburg gilt national und international als kompetenter Hockeyfachmann. Das bestätigt auch Dirk Wellen, Vorsitzender des Crefelder HTC. „Kais al-Saadi ist ein nationaler Top-Trainer mit vielen nachgewiesenen Erfolgen. Die Mannschaft nur neun Monate vor den Spielen zu übernehmen statt über den kompletten Zyklus von vier Jahren etwas aufbauen zu können, ist eine enorme Herausforderung für jeden Trainer. Wir alle in Krefeld drücken die Daumen und werden helfen, wo immer wir können (z. B. auf unserem Tokyo-Platz), damit das Team bei den Olympischen Spielen erfolgreich sein wird“. Der neue Platz innerhalb der Gerd-Wellen-Hockeyanlage in Krefeld eignet sich hervorragend für das Olympia-Training und für diverse Olympia-Vorbereitungsspiele, weil der Belag identisch mit dem in Tokyo ist.

Im Sommer 2018 hatte Kais al Saadi nach dem Gewinn der Deutschen Hallenmeisterschaft der Herren sein Amt als Bundesligatrainer des UHC Hamburg niedergelegt um sich auf seinen Job als Leiter Personal und Recht bei einem mittelständischen Stahlhandels-Unternehmen zu konzentrieren. Das ist nun auch Geschichte, denn ab sofort wird sich der neue National-Coach nur noch um das Deutsche Herrenhockey-Team kümmern. „Das Turnier in Tokyo ist für uns eine große Herausforderung“, erzählt Kais al Saadi. „Unser Ziel ist es das Turnier so erfolgreich wie möglich zu gestalten. Denn immerhin hat Deutschland vor vier Jahren in Rio die Bronzemedaille gewonnen und 2012 in London sogar Gold“.

Auch die DHB-Vizepräsidentin für den Leistungssport, Marie-Theres Gnauert, ist von der Kompetenz des neuen Bundestrainers überzeugt: „Aufgrund seiner langjährigen, vielfältigen und erfolgreichen Trainertätigkeiten sind wir davon überzeugt, dass er für das Projekt Tokyo 2020 der Richtige ist. Er genießt sowohl nationale Anerkennung als auch internationale Erfahrung und erfüllt damit die besten Voraussetzungen, die „Honamas“ erfolgreich auf die olympischen Spiele vorzubereiten." Ergänzend sagt DHB-Sportdirektor Heino Knuf, dass Kais al Saadi eine hervorragende Besetzung für die Aufgabe des Bundestrainers sei. Er bringe alles, was man für dieses Amt bräuchte. „Er hat in den letzten fast drei Jahrzehnten zahlreiche Talente beim UHC Hamburg mit großem Erfolg ausgebildet und parallel dazu auch unsere Nationalteams als Co-Trainer begleitet“, sagt DHB-Sportdirektor Heino Knuf. Bei den Gesprächen habe er durch eine sehr fundierte Draufsicht überzeugt. „Er hat aus unserer Sicht den Vorteil, dass er an unserem „NextCoach-Programm“ beteiligt war und daher unsere Denk- und Arbeitsweise kennt. Aber gleichzeitig kommt er von außen und kann so frische Ideen mit einbringen“.

Den Weg und die Entwicklung seiner neuen Mannschaft hat Kais al Saadi bei den Pro League-Spielen und während der Europameisterschaft als Fan verfolgt: „Auch ich habe im EM-Halbfinale gegen Belgien mitgelitten. Und ich kann die Enttäuschung darüber, dass die letzten Entscheidungsspiele verloren wurden, verstehen. Aber man darf nicht vergessen, dass Belgien, gegen das wir die meisten Niederlagen in diesen Entscheidungsspielen hinnehmen mussten, aktuell Welt- und Europameister sowie Olympia-Zweiter ist. Und soweit ich das beurteilen kann, waren die HONAMAS bei der EM das einzige Team, das den Belgiern wirklich Paroli bieten konnte.“

Als Bundestrainer möchte Kais al Saadi das seit Rio 2016 stark verjüngte Deutsche Team weiter stabilisieren und in ein erfolgreiches olympisches Jahr starten. „Ich hoffe sehr, dass ich mit meiner Erfahrung aus Bundesliga und internationalem Hockey etwas bewegen kann. Viele der Spieler kenne ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Ich komme jetzt zwar als Außenstehender, bin aber gleichzeitig doch Insider – das ist eine gute Ausgangsposition, aus der ich für die Herren-Nationalmannschaft meines Heimatlandes unbedingt etwas machen möchte.“

Die CHTC A-Mädchen sind Westdeutscher Meister 2019 ...

… und haben damit schon die zweite Hürde auf dem Weg zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erfolgreich überwunden. Hürde Nummer eins war die Gruppenphase in der Regionalliga. Schon dort zeigte das Team des Trainer-Trios Markku Slawyk, Nike Michler und Isabel von Aschwege, dass Mannschaft und Trainer in dieser Saison noch einiges vorhaben. Den Siegen gegen Bonn, RW Köln, Dortmund und Hiesfeld standen ein 2:2-Remis gegen den Düsseldorfer HC und eine 0:3-Niederlage gegen Mülheim gegenüber. Den Grundstein für eine erfolgreiche Qualifikation legte der Krefelder Hockey-Nachwuchs dann in der Zwischenrunde - Hürde Nr. 2 - mit dem 1:0-Erfolg gegen Raffelberg. Es folgten Siege gegen Kahlenberg (2:1) und gegen Bergisch Gladbach (1:0).

In der Westdeutschen Endrunde, die am vergangenen Wochenende in Mülheim stattfand, trafen die CHTC-Mädels im Halbfinale auf den Düsseldorfer HC. Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit gingen die Teams mit einem 0:0-Unentschieden in die Halbzeitpause. Nele Michler war es dann, die Mitte des zweiten Durchgangs durch ihr energisches Nachsetzen nach einer vergebenen Ecke das 1:0 für die CHTC-Vertretung markiere. Mit vereinten Kräften schafften die Krefelderinnen diesen knappen Vorsprung bis zum Spielende zu verteidigen und zogen somit verdient ins Finale gegen Gastgeber Uhlenhorst Mülheim ein. Die Mülheimerinnen hatten ihr Halbfinale gegen den Club Raffelberg mit 3:1 n. P. gewonnen.

Die Mülheimerinnen gingen als erklärte Favoritinnen ins Finale und führten erwartungsgemäß durch einen Eckentreffer zur Halbzeit mit 1:0. Kurz nach Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit war es die CHTC-Spielerin Leni Hamacher, die zum 1:1 ausgleichen konnte. „Dieses Tor war das Signal für meine Mannschaft noch mehr Druck auf den Gegner auszuüben“, analysierte CHTC-Coach Markku Slawyk das Spiel seiner Mannschaft. „Die Mädels kamen immer mehr in Fahrt. Leider haben wir es nicht geschafft das Endspiel in der regulären Spielzeit für uns zu entscheiden“. Dementsprechend endete das Finale bei strömendem Regen mit 1:1-Unentschieden. Ein Penaltyschießen mit jeweils fünf Spielerinnen musste also die Entscheidung bringen.

Auf der Krefelder Seiten waren Lynn Krings, Lotta Michler, Nele Michler, Nele Rösch und Leni Hamacher die Schützen. Auf Krefelder Seite waren Lynn Krings sowie Lotta und Nele Michler erfolgreich. Da die Mülheimerin dreimal ihre Penalty-Chance vergeben hatten stand der Westdeutsche Meister 2019 bereits nach jeweils 3 Penaltys fest, d.h. Nr. 4 und 5 kamen auf beiden Seiten nicht mehr zum Zuge. Die Mädchen vom CHTC hatten den heiß begehrten Wimpel gewonnen.

Die Freude war groß und bis in die späten Abendstunden wurde der tolle Erfolg mit den mitgereisten Eltern und Fans im CHTC-Clubhaus gefeiert.

Als Westdeutscher Meister ist der Crefelder HTC jetzt am 19. & 20. Oktober Ausrichter der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft. Am Samstag, 19.10. spielen die Krefelder A-Mädchen (Jahrgänge 2005/2006) im Halbfinale gegen die Mädels aus Braunschweig. Das zweite Halbfinale bestreiten Mainz und die Zehlendorfer Wespen aus Berlin. Sollten die CHTC-Mädels die Zwischenrunde gewinnen, ist eine Woche später die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft in Mülheim.

Der CHTC empfängt den Tabellenersten und das Schlusslicht der Gruppe A

In diesem Jahr geht es bei der Feldhockey-BL noch schneller als gewöhnlich. Denn nach dem 1. Heimspiel-Wochenende vor gerade mal 14 Tagen, kommt es am kommenden Samstag/Sonntag schon zu den letzten Heimspielen in diesem Jahr. Am Samstag empfängt das Team von CHTC-Trainer Robin Rösch den Harvestehuder THC zum ultimativen Spitzenspiel der Gruppe A, denn die Hamburger kommen als Klassenprimus (10 Pkt.) zum Tabellenzweiten Krefeld (9 Pkt.). Einen Tag später gibt Aufsteiger und Schlusslicht Großflottbek seine Visitenkarte am Krefelder Stadtwald ab.

Nach drei aufeinander folgenden Siegen geht die Mannschaft mit breiter Brust an die Aufgaben des nächsten Wochenendes heran. Denn seit dem 3:1-Erfolg in Nürnberg wissen die Akteure, dass sie nicht nur zuhause punkten können (5:4 gegen den Mannheimer HC / 3:1 gegen den TSV Mannheim). Krefelds Trainer Robin Rösch attestierte seiner Mannschaft an der Noris eine gute Leistung - außer im dritten Viertel. „Wir haben gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Natürlich war es auch gut, als Sieger aus der ersten Halbzeit zu gehen. Nürnberg zeigte ebenfalls eine starke Leistung, hielt das Spiel lange offen. Aber wir ließen in der zweiten Halbzeit auch sehr wenig zu.“

Mit der Einstellung aus der Partie in Nürnberg kann das CHTC-Team wohl auch gegen die beiden Hamburger Vertreter punkten. „Vor allen Dingen gegen Großflottbek werden wir als klare Favoriten gehandelt“, stellt Trainer Robin Rösch fest. „Aber es ist Vorsicht geboten, denn die Leistungen des Aufsteigers in den bisherigen Spielen lassen aufhorchen. Das Harvestehude zu den besten Teams in Deutschland gehört brauche ich wohl nicht besonders zu betonen“.

Am Wochenende muss Trainer Robin Rösch weiterhin auf Matthew Bell verzichten, der länger ausfällt, ansonsten sind alle Spieler fit.

Bis zum Ende der Hinrunde muss der CHTC noch dreimal auswärts antreten: Am 12. Oktober in Mülheim, Am 13. Oktober beim Club an der Alster in Hamburg und schließlich am 20. Oktober bei UHC Hamburg.

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